Nepal

ABC – Annapurna Basecamp Experience

 

Durch das Annapurna Sanctuary zu laufen, im Tal der Grossen weissen Riesen zu sein und zum Schluss im Kessel umgeben von 6000 – 8000 Meter hohen Bergen zu stehen war das Ziel unseres Treks. Wir waren richtig aufgeregt, denn 8 – 10 Tage waren Raphi und ich noch nie Trekken und auch die Vorfreude war wohl gross, deshalb haben wir die Nacht vor dem Beginn des Treks, fast kein Auge zugetan. Zu der anfänglichen kleinen Gruppe von Raphi, André, Donat und mir sind noch Nils, Nick, Martin, Christa und Kölbi (welche alle mit uns durch Tibet fahren) dazugestossen. Wir haben unsere drei Autos (Cruisy (Christa und Kölbi), Feuerwehrlaster (der Jungs) und Mathmi) in einen kleinen Innenhof in Nayapul für 100 Rps am Tag pro Auto parkieren können, echt gut und sicher. Das wir alle drei dort reinpassten, war echt ein Wunder, denn der Innenhof war wirklich sehr klein. Bevor das Wunder aber möglich war, mussten alle Jungs einen kleinen Pickup, der uns den Parkplatz nahm einwenig umparkieren. Umparkieren Overlanderstyle.....Einfach einwenig anheben und nach vorne tragen :-) Wir haben unser einparken und umparken so geschickt gelöst, da hat sogar der Besitzer des Landstückes nicht schlecht gestaunt. Nicht schlecht gestaunt hat wohl dann auch der Besitzer des kleinen Pickups, welcher nun einen neuen Parkplatz hatte.

steil steil steilAm ersten Tag sind wir schnurstracks noch von Nayapul nach Ghandruk gelaufen. Die erste Etappe führte uns zuerst einer Schotterstrasse entlang. Zu Beginn dachte ich, cool dass auch noch André (Zwieback) dabei ist, der ist sicher nicht so schnell, doch weit gefehlt. Dieses knusprige Brotgebäck legte ein Tempo vor, da konnte ich echt nicht mithalten. Schnell wurde hier klar, wow...die sind alle sehr fit unterwegs. Nach ca. 2 Stunden hat dann das grosse Übel angefangen. Die steile Treppe nach Ghandruk war nur ein Vorgeschmack darauf, was uns die nächsten Tage erwarten würde.

Ich war nach dem Aufstieg echt geschafft und wünschte mir einen kleineren Rucksack. Doch leider hat mein „Jini Gezwinker“ nichts genützt. Da konnte nur eins helfen, nämlich alle Schokoriegel so schnell als möglich zu vertilgen. Beim Aufstieg zählt wirklich jedes Kilo, dass man dabei hat. Trotzdem fühle sich die Anstrengung am Abend sehr gut an. Wir haben dort oben auch gleich ein urchiges Guesthouse für nur 75 Rps pro Nase gefunden und „die Einen“ konnten sogar auch heiss Duschen. Leider zählten Raphi und ich nicht zu den „Einen“.

Beim Abendessen mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir gar nicht genug Geld mitgenommen haben, um alle Übernachtungen und unser Essen zu bezahlen. Das schlafen ist günstig, dafür verlangen die Restaurants ein Heiden Geld für die Mahlzeiten. Ist ja eigentlich auch gerechtfertigt, wenn man überlegt, dass die das alles auf den Berg hochschleppen müssen. Zum Glück hat uns Donat 50 Dollar ausgeliehen die Raphi dort oben umtauschen konnte. Apropo schleppen, das ist ja echt krass was die dort alles nach oben tragen...genau tragen....die tragen wirklich alles da hoch, so als wäre es gar nicht schwer. Da stehe ich also schnauffend mit meinem Minirucksack und die laufen einfach mit einem riesen Holzbalken an mir vorbei.....echt crazy!crazy schlepper

Wir haben nach dieser Anstrengung ziemlich gut geschlafen und konnten auch gleich unsere neuen nepali -20 Grad Schlafsäcke ausprobieren und konnten feststellen, dass sie wahrscheinlich unsere erwarteten -5 Grad machen werden. :-)

GhandrukAm nächsten Morgen wurden wir bereits mit dem unglaublichen Blick auf die mächtigen Himalaya Berge beglückt. Was für ein Anblick, was für eine Kraft die diese Riesen ausstrahlen, da konnte ich mich vor Ehrfurcht nur verneigen.

Wir waren echt erstaunt, dass wir fast ohne Muskelkater aufgewacht sind und topfit für den nächsten anstrengenden Tag bereit waren. Bereits am Vorabend haben wir uns für 7.30 Uhr das Frühstück bestellt, welches auch fast pünktlich kam aber leider nur mittelmässig schmeckte. Dann ging es auch gleich ohne Schonung wieder den Berg hoch. Zu Beginn war ich sehr gut gelaunt, doch dann ging es wieder den Berg steil hinunter und wieder Steil nach Chomrong hoch. Das fühle sich ein bisschen „Sissifussmässig“ an. Unsere Knie waren eigentlich schon ganz zittrig, als wir uns etwa um 3 Uhr entschieden noch nach Sinuwa zu laufen. Raphi und Ich waren die langsamsten und dachten...nein....dass kann es doch nicht sein.

Raphi bekam zudem nach dem vielen rauf und runter laufen schmerzen im linken Knie und humpelte grossmuttermässig den Berg hoch. Nach ca. einer weiteren Stunden fake Sinuwafragten wir auf dem Weg wie lange es noch nach Sinuwa geht und als der alte Nepali eine Stunde als Antwort gab, konnten wir es fast nicht glauben. Der sagt das sicher nur, damit wir bei ihm etwas essen, dachten wir. Wir liefen dann weiter und sahen aber bereits nach ca. 20 Minuten ein grosses Schild: Sinuwa Restaurant and Guest House....zum Glück.... und alle warteten dort bereits auf uns. Obwohl Raphi der ganzen Sache nicht ganz traute, waren wir so glücklich, das sich der alte Nepali wohl doch geirrt hat. Raphi hatte grosse Schmerzen im Knie und wusste nicht, ob er morgen weiterlaufen konnte. Kölbi entschloss sich bereits am Abend, dass er wegen seinen Knien nicht weiter gehen würde. War dies das aus für unsere lustige Truppe?

Zum Glück fühle sich Raphis Knie am frühen Morgen wieder einigermassen gut und er entschloss sich das Tal auf jeden Fall zu bezwingen. Doch der nächste Schock stand schon vor der Tür. Wir haben gar nicht in Sinuwa geschlafen, nach „real“ Sinuwa seien es ca. noch 45 Minuten den Berg hoch. Super.....“fake“ Sinuwa, nannten wir dann diesen Ort. Mit falschen Angaben locken Guesthouses Touristen an. In real Sinuwa steht dann eine Tafel: Welcome to real Sinuwa :-) da können wir nur mit dem Kopf wackeln!

Organic BambuswanderstöckeErst am dritten Tag waren wir so schlau und haben den Hightech Trekkern ein wichtiges Wanderutensil abgeschaut und uns aus Bambusstöcken Organic-Wanderstöcke zurechtgsägt. Wer hätte das gedacht, dass Stöcke helfen können. Natürlich finden wir echte selbstgeschnitzte Bambuswanderstöcke viel stylischer als die gekauften Wanderstöcke...hmhmmmm ;-)

Die Strecke von Bamboo bis nach Himalaya war eine wahre Augenweide. Sie führte uns durch einen verwurzelten und moosigen Jungel wo wahrscheinlich und ganz bestimmt Elfen und Gnome wohnen. Alles schön saftig Grün und wild. Da vergassen wir sogar fast die Anstrengung.

Eigentlich wollten wir es an dem Tag nach Deurali schaffen doch die steilen Treppen, Raphis schmerzendes Knie und schlussendlich schlechtes Wetter stoppten uns in Himalaya. Schlussendlich waren wir echt froh nicht weiterlaufen zu müssen, denn die ganze Wanderung bis Himalaya war schon sehr anstrengend. Als sich auch die schnellen fitten Jungs und Christa entschlossen in Himalaya zu bleiben, bestellten wir uns einen Heater. Ja genau, einen Heater unter den Essenstisch, der uns für den Rest vom Tag wärmen sollte. Es fing nämlich an zu schneien und wurde mächtig kalt dort oben, da bestellt man sich einen Heater oder erfriert. Ansonsten gibt es da oben weder Isolationen noch Heizungen in den Guesthouses. Aber zum Glück hatten wir ja unseren nepali -20 Schlafsack dabei :-)

Also das ist echt unglaublich, die stellen so eine Art Kochherd mit Petrol betrieben unter den Tisch, welcher mit einer Decke am Rand abgedeckt ist. So konnten wir den Rest vom Tag schön im warmen sitzen, plaudern und Tee trinken.. Das Beste war aber das super leckere Essen. Da Raphi und ich kein Abendessen zu uns nahmen, beobachteten wir einfach, was sich die anderen bestellten und merkten uns den Schmaus für das Frühstück vor. So bestellten wir uns für das kommende Frühstück ganz einfach Maccaroni with Onion, Garlic und Cheese......geil!

armer KniekrüppelDas Frühstück war dann auch super lecker und hat für den ganzen Tag satt gemacht :-) Wir waren uns nicht ganz sicher bis wohin uns dieser Tag führen sollte. Entweder schaffen wir es von Himalaya auf 2900 Meter bisAnnapurna Sanctuary MBC (Machhapuchhare Base Camp – 3900m) oder bis ganz rauf zum ABC (4130m). Das würde aber unsere Kondition, das Knie von Raphi und die Höhe bestimmen. Die Sicht war einfach gigantisch. Wir wanderten durch das Tal der Riesen und genossen bereits eine unglaubliche Sicht auf den Machhapuchhare. Dieser Berg sieht so ähnlich aus wie das Matterhorn, einfach viel grösser versteht sich. Dieser Charakterberg lässt einen fast den Blick nicht abwenden, so schön sieht der aus. Er wird von den Touristen auch Fishtail genannt, weil seine Spitze etwas fischiges hat. Wir konnten unser Wetterglück und alles rundherum fast nicht glauben., wir waren so überwältigt. Kaum zu glauben war auch, dass wir bereits um 1 Uhr beim MBC ankamen und immer noch recht schönes Wetter hatten. Nur von weiten sahen wir, wie vom Tal eine Schlechtwetterfront langsam zum Basecamp hochzog. Es war einfach viel zu früh um aufzuhören und so beschlossen wir noch vor der Front hoch zum ABC zu laufen. Die letzte Strecke im Schnee war zum Glück nicht so steil, trotzdem blieb Christa und ihr Porter Ming mit uns zusammen um falls uns das schlechte Wetter einholt in einer grösseren Gruppe zu sein. Sicher war sicher.

In der Höhe zu laufen bereitete uns fast keine Mühe. Es war aber sehr anstrengend und wir gingen das letzte Stück sehr langsam und gemächlich. Zum Glück hatte es schon viele Spuren vor uns im Schnee und wir mussten nicht im Tiefschnee versinken. Der letzte Teil der Wanderung bekam im Schnee echten Expeditionscharakter. Nur Weiss, hohe Berge und wir mit unseren Stöcken, Rucksäcken und der Schlechtwetternebelfront im Rücken. :-)

Basecamp ExpeditionDas letzte Stück zum Basecamp hoch war super anstrengend. Der Nebel hatte uns eingeholt und deckte die Annapurnakette in dichtes mystisches Weiss, sodass wir nichts mehr davon sehen konnten. Egal, wir kämpften uns mit unserer letzten Kraft hoch zum Camp. Ich meine wirklich mit unserer letzten Kraft und dann endlich waren wir am Ziel:

ABC – Annapurna Base Camp. Mit Keksen und Tee erwarteten uns bereits die Jungs auf den Gipfel und gratulierten uns zu unserem Aufstieg. Gratulation.....wie wahr......wir waren echt stolz auf uns den Aufstieg geschafft zu haben und das nur in 4 Tagen. Oben angekommen, beschenkte uns die mystische Front mit einem frostigen Schneesturm. Es war bitterkalt auf den 4100 Metern und trotz unseren warmen Kleidern, gab es keine richtige Chance warm zu werden und so bestellten wir uns wieder einen Heater :-) Der Heater ist eigentlich ganz nett, aber die Abgase die dabei entstehen sind eher etwas unangenehm, es sei denn man steht auf leichten Schwindel.

Hier auf dieser Höhe musste unser Schlafsack die Feuertaufe bestehen. Leider hat meiner nicht so Feuer gemacht und ich hatte die ganze Nacht nicht ganz warm. Dafür hatte ich feurige Kopfschmerzen, welches sich am frühen Morgen zur Höhenkrankheit entpuppte. Kein Wunder, denn am Vortag sind wir über 1200 Höhenmeter gemacht und dies ist weit über den Empfohlenen 500 Höhenmetern...hmhmhmm......Desshalb gab es zum Frühstück für mich eine Diamox Tablette, die gegen Höhenkoller hilft. Denn sofort absteigen, kam für mich jetzt nicht in Frage.

Wir standen bereits um 5.30 Uhr auf, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Und da waren wir nun, im Kessel umringt vom Annapurna Bergmassiv. Einfach gigantisch undAnnapurna Basecamp unbeschreiblich. Das Weiss des frischen Schnees, dass die Berge und das Camp überzog war eindrücklich. Das Lichterspiel der Sonne, die sich eine ganze Stunde Zeit liess, bis sie das Camp erwärmte, einmalig. Eine unglaubliche Erfahrung in der Höhe. Die Stille dort oben war späktakulär. Kein einziges Geräusch, kein Vogel, einfach gar nichts.....nur du und der Annapurna :-))

Da es fast der hälfte unserer Truppe etwas mulmig war, stiegen wir etwa um 8 Uhr Morgens wieder zum MBC runter um den weitern abstieg in Angriff zu nehmen. Abstieg klingt gut, doch der Abstieg beansprucht sehr die Knie und somit waren Raphi und ich wieder die letzten unserer Gruppe. Dazu hatte ich eine etwas unangenehme Diamox „Überdosis“ Erscheinung, welche sich bei mir durch starken Kribbeln im ganzen Körper äusserte. So wie wenn einem die Gliedmassen einschlafen würden......komisch unangenehm. Keine Angst, es geht mir wieder gut :-)

AussichtDer Trek geht von ganz oben den gleichen Weg wieder zurück, was aber gar nicht schlecht ist, weil man die Gegend von einer Anderen Seite sieht. Das letzte Stück der Strecke kann man einen anderen Weg zurückgehen, welcher an heissen Quellen vorbeiführt und darauf freute ich mich schon seit Beginn der Wanderung. Wir waren gar nicht mal so langsam und so haben wir es noch am gleichen Tag wieder zurück bis nach Bamboo geschafft. Diese Stecke empfanden wir als eher locker, weil sie nicht so viele hoch und runter Passagen hat.

Der sechste Tag sollte uns endlich zu den heissen Quellen in Jinu bringen, Dazu mussten wir aber wieder den Berg von real und fake Sinuwa runter und hoch nach Chomrong. Das war vielleicht eine Quälerei.....das mussten mindesten 10'000 Treppenstufen gewesen sein. Oben angekommen, hang uns die Zunge mindesten 5 cm aus dem Mund. Doch wer hätte das gedacht, nach Jinu gehen wieder mindesten 10'000 Stufen runter. In einem Winkel, da hätten wir uns gleich Abseilen können! Wir waren langsam, sehr langsam...unglaublich langsame Geschwindigkeit......

In Jinu waren wir bereits so matsch in unseren Gelenken und wohl auch in unserem Kopf, dass wir doch glatt mit unserem RucksackTatopani runter zu den Quellen liefen, obwohl wir den besser dort oben deponiert hätten. Denn die Guesthouses wo wir schlafen würden, waren eben genau dort. Also quälten wir uns durch den schönen Wald zu den Quellen runter, ohne eine Ahnung zu haben was uns dort erwarten würde. Unten angekommen, stellten wir fest, das nur Nils bereits dort war und die anderen wahrscheinlich auf uns in Jinu warteten. Prima....Egal, die Quellen waren echt der Muskelkaterkiller. Schön warm und entspannend. Die Quellen liegen direkt am Fluss, somit konnten wir zuerst ins kalte Wasser springen und dann wieder in die Quelle rein zum aufwärmen.....mhhhhhhhhh Sogar Raphi hat das Baden genossen :-) und nach einer Weile kam dann auch der Rest unserer Truppe mit kaltem Bier um zu chillen.

Nach der entspannenden Baderei und einer Nacht im schönsten Zimmer des Treks (bekanntlich kommt das schönste ja immer zum Schluss) beschlossen wir die letzte Strecke noch an einem Tag zurückzulegen. Zurück zu unseren Autos war das Motto. Zum Glück war die letzte Strecke nicht mehr so steil und „pillepalle“ gegen alles andere was wir bis anhing gelaufen waren. Wir genossen entspannt unsere Rückkehr und schauten immer einwenig wehmütig auf das hinter uns schwindende Annapurna Gebirge zurück.

Auch beim Abstieg gehörten wir zu den letzteren. Kurz vor dem Endspurt des Treks, stellten wir jedoch fest, dass Nick nirgends mehr war. Nils, welcher der erste war hat ihn nicht vorbeiziehen sehen und André mit Alon (unserer israelischen Bekanntschaft) hat ihn auch nicht mehr gesehen. Nach langem Warten entschlossen wir uns doch mal zu unseren Bussen zurückzukehren, in der Hoffnung das Nick schon dort sei.

Bei dem Checkpoint des Annapurna Sanctuarys erkundigten wir uns ob Nick schon ausgecheckt hat, doch der Mann hinter dem Schalter hat in seinem dicken Buch nichts gefunden und erinnerte sich auch nicht an Nick. Das fanden wir dann doch etwas beunruhigend......wird er wohl trotzdem schon beim Feuerwehrlaster sein?

Die Vorfreude unsere Mathmi nach 7 Tagen wieder zu sehen war schon sehr gross. Wird sie wohl unversehrt sein? Wir waren dann auch unendlich erleichtert sie in tadellosem Zustand wieder anzutreffen.....oh Mathmi Baby ;-) und wir waren auch unendlich erleichtert, dass Nick alle unbemerkt überholt hat und schon im Laster war....ufffffff :-)

Soviel zur Registrierung.....die haben ja überhaupt keine Ahnung wer ein –oder auscheckt. Da fühlt man sich doch richtig sicher!

Annapurna Bergmassiv Panorama

Der ganze Trek war wunderschön und die Strapazen haben sich für uns tausendmal gelohnt. Wir wurden praktisch jeden Tag bis zum frühen Vormittag mit klarer Sicht und schönem Wetter beschenkt. Wenn ich so zurückdenke war das Trekken für so eine lange Zeit fantastisch. Du läufst und es gibt nichts anderes in diesem Moment als dich, die Natur und das laufen. Es gab keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur das jetzt.....ich war ganz im Augenblick und das war wirklich schön :-).....Danke dir mächtiger Annapurna

Nepal, das Jahr des Tourismus und der Tourismus. Indien, Nachruf

Die Bilder sehen super aus oder? Von Indien, wie auch von Nepal :) Doch, es war nicht nur so, leider. Als wir über die Grenze nach Nepal fuhren waren wir richtig froh aus Indien raus zu sein. Warum? Vorallem wegen dem Verkehr, ganz klar. Vor 5 Jahren ging es irgendwie gerade noch so, aber jetzt war das einfach zu viel. Früher gab es nur Motorräder, Busse, Lastwagen und Kühe oder sonstige Tiere. Jetzt hat Indien definitiv mehr Geld und so auch einen Mittelstand und dieser Mittelstand fährt Auto. Vom winzigen „ist fast kein Auto“ bis zum Geländewagen ist alles vorhanden und jeder denkt die Strasse gehöre ihm und fährt am liebsten einhändig und mit Handy am Ohr. Wir haben viele Europäer getroffen, die mit Autos um die halbe oder ganze Welt gefahren sind. Wo passierten, wenn überhaupt, wohl die meisten Unfälle? Indien! Mein Tip für Overlander in Indien: Mit dem Auto bis Dehli, dann den Rucksack nehmen. So macht Indien Spass. Oder: Mit dem Auto direkt über den einzig schlauen Highway von Delhi, Jaipur, Mumbai, Puna nach Goa, dort in Agonda abhängen und wieder zurück auf dem gleichen Weg. Aber ansonsten: Indische Strassen sind schlecht fürs Gemüt und schlecht fürs Auto, besser meiden. Vor 5/7 Jahren kam mir Indien vor wie ein verspieltes Kind, unschuldig, naiv, liebenswert. Diesmal kam mir Indien oft vor wie ein schlecht erzogener, rotziger Teenager bestückt mit allen möglichen Dingen die eigentlich für Erwachsene gedacht wären und mit denen es noch nicht umzugehen weiss. Z.B. Alkohol, Medien, laute Boxen, Handys und Autos. Es fiel mir diesmal manchmal ziemlich schwer Indien zu lieben und ich finde schlussendlich, dass Indien im Moment in einer Entwicklungsphase steckt in der man es vielleicht besser sich selbst und seinen Grenzen überlässt. Indien versucht Europa und Amerika zu sein und das steht ihm meiner Meinung nach sehr schlecht. Vom einstig spirituellen Land ist in meinen Augen nur noch wenig übrig. Selbst Yoga und Ashrams sind meistens nur noch Touristenatraktionen.

Und eben, deshalb waren wir dann richtig froh aus Indien weg zu sein... aus dem Entwicklungsland in ein anderes Entwicklungsland. In Nepal angekommen hofften wir erstmal auf ein paar ruhige Tage. Wir hofften endlich mal nicht bei jedem stop von 30 Indern belagert zu werden und endlich mal nicht vom „doingdoingdoing“ in der Nacht an unser Auto aufgeschreckt zu werden. So war es dann auch! Die Nepali kamen mir vor wie die Inder, nur „nett“ ;) Nein, nein, so schlimm waren die Inder auch nicht, nur, die Nepali haben so etwas wie Taktgefühl und ein Gefühl für Distanz und Aufdringlichkeit. Bzw. sind bei ihnen diese Gefühle ähnlich wie bei uns und somit ist es für uns viel angenehmer.

Leere Strassen in NepalWir sind über die Bambasa Grenze nach Nepal gefahren, also ganz von Westen her. Dann sind wir erstmal im „Flachland“ nach Osten gefahren und genossen nach der relativ eintönig, flachen Landschaft in Indien die leicht hügelige Landschaft und die leeren Strassen im Süden Nepals. Links, also nördlich, entlang der von West nach Ost verlaufenden Strasse verliefen langgestreckte Hügelketten und was dahinter ist konnten wir nicht sehen. Rein theoretisch, dachten wir, könnte man auf einem solchen Hügel vielleichts bereits die schneebedeckte Himalayakette im Norden sehen.

Hügelkette im NordenIrgendwann übermannte uns dann die Neugier und wir beschlossen eine der kleinen, braunen Sandstrassen auf einen Hügel hinauf zu fahren. Die Hügel waren übrigens ca. 500-700 Meter hoch. Anfangs bewältigten wir die Strasse noch ganz locker, der 4x4 und unsere neuen Wanderreifen bewährten sich sehr. Dann wurde es aber immer steiler und enger und holpriger. Sollten wir bis ganz hoch? Wir wurden bereits mächtig durchgeschüttelt und da wir keinen Schleichgang haben hätte ganz langsam fahren bedeutet, dass wir mit der Kupplung fahren müssten. Das war aber keine Option, da wir nicht wissen wie lange diese noch mitmacht und somit mussten wir ein gewisses Tempo im ersten Gang einfach halten. Wir waren schon recht weit oben, als sich auf der Strasse plötzlich wild Ziegen und Kühe tummelten und wir zwangsläufig abbremsen mussten.

BergstrasseEs war aber bereits so steil, dass anfahren ein Problem war und die Kupplung ziemlich was mitmachen musste. Und als ob diese Strapaze nicht schon genug war: als wir die Tiere endlich hinter uns gelassen haben kam eine extrem steile und enge Harnadelkurve welche dem Bus und der Kupplung noch einam alles abverlangen sollte. Mit etwas Schwung fuhren wir rein doch nach drei Viertel kamen wir zum stehen. Nur noch das vordere linke und das hintere rechte Rad lagen auf, die anderen zwei waren in der Luft und drehten leer, grundsätzlich nicht so ein grossen Problem und ähnliche Kurven hatten wir bereits mehrfach gemeistert, doch in diesem Fall war etwas anders: Wenn ich Gas gab um weiter zu kommen entstand ein ganz lautes und merkwürdiges Geräusch, welches klang als ob ein Gang nicht richtig drin war. Doch die Gangschaltung hatte ich nicht angefasst und der Gang war definitiv drin. Ich stoppte sofort, zog die Handbremse und stieg aus. Von unten war nichts ersichtlich, ausser, eben, dass die Räder nicht mehr alle auflagen. Ich stieg wieder ein und probierte es noch mal, doch wieder das gleiche, entsetzliche Geräusch. Chhhhhchchchchhchchchchchch. Ich rollte ein wenig zurück, doch das half nichts. Kupplung kaputt? Nein, so klingt das nicht. Antriebswelle gebrochen? (ist einem Bekannten von uns in einer ähnlichen Situation passiert) Nein, das hätte ich unten wahrscheinlich gesehen. Differenzial oder Getriebe kaputt? Keine Ahnung. Kann so was passieren? Ich konnte es nicht glauben, hinter dem Auto ging es 100 Meter in die Tiefe, vor dem Auto steil den Berg rauf. Wenden war unmöglich ohne vorwärts und somit aufwärts zu fahren. Ich machte noch einen Versuch, wieder das Geräusch und weil es so steil war griff auch die Handbremse nicht richtig und ich rutschte wie bei jedem Versuch wieder ein paar Zentimeter in Richtung Abhang. Wir waren geschockt und verzweifelt. Wie sollten wir hier wieder rauskommen? Irgendwo im Nirgendwo? Aufgeben? NIEMALS! :) Ich legte vier grosse Steine hinter alle Räder um ein weiteres Abrollen zu verhindern und startete noch einen Versuch. Diesmal lies ich mein Feingefühl einfach weg und gab gas OBWOHL es das komische Geräusch machte. RUMPEL und zack, ich stand einen halben Meter weiter oben! Was war passiert? Ich hatte keine Ahnung, aber egal. Ich rollte mit eingeschlagenem Lenkrad wieder zurück, pendelte ein wenig vorwärts, rückwärts und drehte den Bus in der Kurve wieder um. Geschafft! Keinen Meter weiter rauf, sagte ich mir! Ich war einfach nur froh, dass mit dem Auto alles in Ordnung zu sein schien.

RastplatzWas war eigentlich los gewesen? Bekannte sagten es könnte irgendeine elektronisch geregelte Differenzialsperre gewesen sein, die das Auto habe, welche das komische Geräusch machte... ?? Ich weiss es jetzt noch nicht, dieses Geräusch soll normal sein? Für mich kaum vorstellbar, aber egal. Das Auto lief und läuft genau wie es musste und wir fuhren wieder ein Stück weiter den Berg runter und fanden ein wunderschönes Plätzchen zum bleiben und übernachten. Auf dem Bild rechts sieht man gaz winzig klein in der Mitte ein kleines weisses Pünktchen.. dort standen wir. :) Aussicht auf Rastplatz

Der Ausflug sollte Ereignisreich bleiben: Früh am Morgen kam ein Nepali am Auto vorbei und steckte seinen Kopf zu Fenster rein, als wir noch im Bett lagen. Er konnte kein Englisch und fragte irgendwas. Ich versuchte ihm in Zeichensprache zu erklären, dass wir das Auto hier stehen lassen und zu Fuss auf den Berg hoch laufen werden und dann am Abend wieder verschwinden. Er schien zu verstehen und ging. Beim Weglaufen zückte er sein Handy und telefonierte. Wir wanderten dann auf den Berg rauf. Es war sehr schön dort. Oben hatte es sogar ein kleines, aus nur wenigen Familien bestehendes „Dörfchen“. Wir waren froh dort nicht mit dem Auto reingeplatzt zu sein. Wir genossen die Aussicht, den Himalaya konnten wir aber noch nicht sehen :). Auf dem Weg zurück zum Auto sahen wir Polizisten abseits der Strasse unter einem Baum sitzen.

Polizei in der WildnissEiner rief uns zu und forderte uns auf uns doch kurz zu ihm zu setzen, er wolle mit uns reden. Wir dachten uns nichts dabei und ich ging zu ihm und begrüsste ihn. Ich fragte ganz unverblühmt was sie denn hier draussen zu tun hätten. Er antwortete: Wir haben einen Anruf gekriegt zwei Touristen sässen hier oben in Schwierigkeiten... Ähm... was? Wir? Nein wir sind nicht in Schwierigkeiten! Der Typ am Morgen beim Auto hatte meine Zeichensprache wohl anders interpretiert. „Das Auto bleibt hier“ (Klopfe aufs Auto, Zeige auf den Boden) „Wir laufen auf den Berg rauf“ (Zeige auf uns, Zeige auf Berg, mache lauf-Bewegung mit den Fingern) „Wir kommen wieder zurück“ (Zeige auf uns, lauf-Bewegung mit den Fingern, zeige aufs Auto). Der Nepali hat nicht angenommen, dass wir auf den Berg gehen, sondern, dass das Auto nicht mehr fährt, wir irgendwo Hilfe holen und wieder zurück kommen. :) Alles kein Problem. Die Polizeitruppe nahms gelassen, einer der Truppe kam dann erst später völlig verschwitzt aus dem Busch und sagte er hätte Wilderer verfolgt?! Uns haben sie gelöchert mit Fragen, wollten noch in unsere Kiste im Auto schauen und brauchten uns gleich auch noch als Taxi zurück zu ihrer Zentrale, denn ihr Chef hatte sie nur abgesetzt. Warum fragten sie uns so aus? Warum wollten sie so vieles in unserem Auto ansehen? Was, Wilderer? Das ganze war uns ein wenig Suspekt... aber egal. Wir waren froh einfach wieder auf dem Weg zu sein.

Und der Weg in Nepal ist schön, denn die Landschaft war toll und der Verkehr ist auch erträglich, denn die Nepali kennen so etwas wie „Rücksicht“. :) Gemütlich fuhren wir dann in Richtung Pokhara weiter. bei Pokhara hat es einen Campingplatz bei dem wir viele unserer Freunde aus Agonda wieder getroffen haben. Dort konnten wir uns ein paar Tage lang einfach auf die faule Haut legen und nichts tun. :) Hier konnten wir dann zum ersten mal von ca. 1000 Meter über Meer direkt auf 8000 Meter hohe Berge schauen. Das war selbst oder gerade erst recht für uns als Schweizer extrem beeindruckend.Camping in Pame bei Pokhara

Pokhara und Kathmandu sind die grössten Städte in Nepal und somit auch die Touristenzentren. 2011 ist in Nepal das „Jahr des Tourismus“. „Tourism for prosperity, prosperity for stability“ lautet das Motto. Tourismus für Wohlstand, Wohlstand für Stabilität und Stabilität hat das von Bürgerkrieg und politischen Wirren gezeichnete Land nötig. Leider führt nun genau das dazu, dass man als  Ausländer, also als Tourist, nichts anderes ist als ein wandelnder Geldautomat. Es ging uns bereits in Indien in den Touristenzentren gewaltig auf den Sack, dass wir für die Leute nichts anderes waren als eine gute Gelegenheit leicht viel Geld zu machen, aber in Nepal ist das sogar noch schlimmer, die Touriabzocke ist hier sozusagen institutionalisiert. Ist man aus Europa zahlt man für alles das doppelte bis ZEHNfache, oft sogar offiziel. z.B. kann es sein, dass der Eintrit für eine Sehenswürdigkeit für Nepali, Inder und noch andere Nachbarsländer 100Rs ist und wir sollen offiziel 1000Rs hinlegen. Vielleicht ist es in Nepal mit dem Tourismus auch extremer als in Indien, weil die Nepali im Gegensatz zu den Indern Einfühlungsvermögen und Kreativität besitzen.

NepalAllOver53Die Nepali wissen viel besser was „wir“ wollen und verstehen es viel besser uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Man kann hier deshalb oft gut Shopen und Essen. Das geht soweit, dass man hier Lindt Schockolade bekommt, die ich in der Schweiz noch nicht gesehen habe und das Evian und Peltier Wasser aus Europa eingeflogen wird und hier zu beknackten Preisen verkauft wird (es gibt anscheinend Touris, die das kaufen). Leider ziehen die Nepali uns das Geld nicht nur aus der Tasche in dem sie uns gut zu verwöhnen wissen oder uns mit kreativen Produkten in ihre Fänge zu ziehen, sonder sehr sehr oft leider auch sehr unehrlich, ganz wie die Inder. Es fängt bei den überrissenen Preisen an, geht weiter über falsche Angaben bei so ziemlich jedem Produkt, sei es ein „-20Grad“ Schlafsack, ein „50l“ Rucksack, ein „Kashmir“ Pulli, eine „Gore Tex“ „North Face“ Jacke oder ein Stück „Yak“ Käse. Schliesslich stehen teilweise Nepali an der Strasse und verlangen von Touristen Durchfahrtstaxen, mit Ticket und allem, manchmal legitim, oft nur als lukratives „Hobby“. Da wir im Dezember nach Indien kamen kann man eigentlich zusammenfassen, dass wir seit über 4 Monaten ständig aufpassen müssen nicht gelinkt zu werden.Auf die Dauer ist das nicht so schön und schlägt mir aufs Gemüt.

Tourisshops um StupaIch stelle mir oft die Frage ob unser Einfluss auf Länder wie Indien oder Nepal gut ist. Klar unser Tourismusgeld schafft Möglichkeiten und Wohlstand, doch mit unserem Geld wird auch jede Menge Unsinn angestellt. Ganze Städte oder Region leben fast nur vom Tourismus, der Einfluss auf die einstige Kultur ist unmessbar gross. Ja, in der Schweiz haben wir auch Tourismus, doch nur an Orten wie Sankt Moritz oder Zermatt hat er auch nur annähernd die Ausmasse des Tourismus in Nepal oder mancherorts in Indien. Tourismus bringt Geld in Regionen, die vorher kein Geld hatten, wunderschöne Flecken der Natur werden verbaut, mehr Unternehmer wittern das Geld, bieten mehr an, ziehen mehr Touristen an bis schliesslich nichts mehr übrig ist das wirklich sehenswert wäre. Was bleibt ist ein kleiner Tourismusmikrokosmos in dem den Touristen alles geboten wird, was sie sich von Zuhaus gewohnt sind, während von der Kultur und der Natur für welche die Touristen ursprünglich kamen kaum noch was übrig ist. Heilige Orte, religiöse Bauten, die auch heute für Hindus oder Buddhisten wichtig sind oder wären, sind umringt von Souvenierläden in denen allen das gleiche ewige „Pop-Tibet-Mantra-Lied“ läuft. Selbst Mönche werden zu Touristen. Mir tat es weh zu sehen, wie religiöse oder magische Orte durch den Tourismus komplett "entehrt" wurden. Ganz besonders wenn ich zwischen all den Touristen Menschen gesehen habe die versucht haben in dem ganzen Rummel zu beten.Mönch Tourist

Nationalparks, die eigentlich das letzte Ressort für Tiger und andere gefährdete Tiere sein sollten werden rücksichtslos touristisch ausgebeutet. So viele Touristen ziehen auf Elefanten, in Jeeps oder zu Fuss in den Urwald, dass die Tiere sich immer weiter zurückziehen und der Nationalpark seine Funktion verliert. Eine Stadt wie Kathmandu wächst, auch dank des Tourismus so schnell, dass man prompt die Kanalisation vergessen hat, alles was die Stadt nicht braucht wird auf der Strasse verbrannt oder in den Fluss geleitet.Der Fluss im Bild scheint nicht nur schwarz, er IST schwarz und war in jedem Licht und zu jeder Tageszeit.

KathmanduÜberhaupt: Die Touristenzentren sind bisher die lieblosesten Orte, die wir gesehen haben, Lebensmittelvergiftungen haben wir zum Beispiel immer dort bekommen wo viele Touristen waren. Also ziehen wir weiter in Länder in denen es noch kein derartig ausgeprägten Tourismus gibt, schreiben Blogs darüber, andere lesen diese Blogs, werden inspiriert und so lenken wir vielleicht andere dorthin und das Spiel geht vielleicht von vorne los. Was ist die Lösung? Es gibt keine, sobald wir als Touristen in Gebiete fahren die tendenziel ärmer sind als wir selber, stellen wir eine grosse Einnahmequelle dar und das wird naturgemäss ausgenutzt.

Das liebe Geld und leider auch die Gier sind meistens grösser als das Interesse die Natur und die Kultur zu schützen. Ganz besonders in Ländern, die so arm sind wie Nepal, kann ich das eigentlich gut verstehen. Trotzdem, Nepal, so wie auch Goa in Indien haben mich für sehr lange zum letzten mal gesehen. Der Tourismus hat hier eine Grösse erreicht, die mir keinen Spass mehr macht. Es ist für mich einfach übertrieben worden.

Das kling schlimm, ist es auch und doch auch wieder nicht, denn Nepal hat, und das wird (wahrscheinlich) immer so bleiben, ja den Himalaya und viel schöne Natur welche wir trotz allem sehr geniessen konnten. Die Bilder sprechen für sich.

Um „Trekken“ zu gehen (wir sagen dazu glaub „Wandern“ - aber Trekken ist natürlich cooler) ;) muss man zwar 80 Dollar und mehr für unverständlichen Papierkram hinlegen, aber darüber schaut man angesichts der 8000 Meter hohen Berge dann im wahrsten Sinne des Wortes hinweg. Ein Teil der Gebühren (TIMS) sind übrigens für eine Art Versicherung, damit Nepal wisse wo die Touris seien. Das entpuppte sich aber nur heisse Luft, denn das Papier wird nicht geprüft und keiner wusste deswegen wo wir waren. Es wurde dann mitgeteilt, dass falls einem beim Wandern etwas passiert sollte man dann trotz „Versicherung“ aber Geld und eine Kreditkarte dabei haben, denn sonst kann es passieren, dass der Rettungshelikopter leer wieder weiterfliegt. Uff... das habe es schon gegeben.. Autsch.

Von unserem wunderschönen Trek zum Anapurna Base Camp auf 4100 Meter erzählt aber Linda später noch ausführlich. :)